Schwimmunterricht in Mannheim verbesserungswürdig: Fulst-Blei und Weirauch mahnen höheres Engagement des Landes an

Veröffentlicht am 14.01.2020 in Landespolitik

Ein Becken im Herschelbad | Bild: Albrecht Landgraf/Wikipedia/CCBYSA

Die Mannheimer SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei und Dr. Boris Weirauch haben die Landesregierung in einer parlamentarischen Anfrage nach der Gewährleistung des Schwimmunterrichts an Mannheimer Grundschulen gefragt. Die Antwort fällt durchwachsen aus:  Zwar bieten nahezu alle Grundschulen in Mannheim Schwimmunterricht an und fast 90 Prozent der Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrer sind qualifizierte Lehrkräfte, aber dennoch erreicht ein Drittel der Grundschülerinnen und Grundschüler nicht die Basisstufe der Schwimmfähigkeit. Mehr als die Hälfte der Schulen haben einen Weg von mehr als drei Kilometern zum nächsten Schwimmbad.

„Dass ein Drittel der Grundschülerinnen und Grundschüler nicht die Basisstufe erreichen, muss uns zu denken geben“, meint Dr. Fulst-Blei zur Antwort der Landesregierung. „Hier müssen wir uns überlegen, wie diese Kinder noch in der Grundschulzeit eine bessere Förderung erhalten können, Schwimmstunden zusammenfassen, um den Zeitverlust beim Transport zu kompensieren oder Schwimmunterricht in den Ferien.“ Diese Möglichkeiten kann sich der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion vorstellen.

„Die Schwimmfähigkeit unserer Kinder hängt von gut ausgebildeten Lehrkräften, sinnvollen Gruppengrößen aber auch funktionierenden Schwimmbäder ab“, meint Dr. Weirauch und sieht hier durchaus auch das Land in der Verpflichtung. „Um die Schwimmbadinfrastruktur zu verbessern, hat die SPD in die Debatte über den Doppelhaushalt einen Antrag zur Sanierung von Schwimmbädern in Höhe von 30 Millionen Euro eingebracht“, betont der Abgeordnete für den Mannheimer Süden.