Kein 24-Stunden-Rettungshubschrauber für Mannheim / Weirauch kritisiert Entscheidung der Landesregierung für Stuttgart

Veröffentlicht am 28.07.2020 in Landespolitik

Bild: Rennbootarchiv / Wikipedia / CCBYSA

„Wieder einmal eine bittere Nachricht aus Stuttgart für die Rhein-Neckar-Region“, zeigt sich der Mannheimer SPD-Abgeordnete Dr. Boris Weirauch enttäuscht über die Absage des CDU-geführten Innenministeriums, die Einsatzbereitschaft des in Mannheim stationierten DFR-Rettungshubschrauber „Christoph 53“ auf einen 24-Stunden-Betrieb auszuweiten und stattdessen den in Stuttgart stationierten Hubschrauber „Christoph 51“ nun nachts in den Notfall-Einsatz zu schicken.

Weirauch, der sich in den vergangenen Jahren mehrfach für eine Ausweitung des Einsatzes des auf dem Flughafen in Neuostheim stationierten Rettungshubschraubers der Deutschen Flugrettung auf die Nachstunden eingesetzt hat, macht aus seinem Unmut keinen Hehl: „Durch die Entscheidung für den Standort Stuttgart gehen Mannheim und die Region nicht nur leer aus, sondern die Metropolregion kann auch zukünftig bei einem nächtlichen Notfall nicht innerhalb des von den Gutachtern definierten Zeitkorridors von maximal 30 Minuten angeflogen werden. Offenbar ist es für die grün-schwarze Landesregierung zu verschmerzen, in der Metropolregion Rhein-Neckar vom selbst gesteckten Ziel abzuweichen.“

Weirauch kündigte an, die Standort-Entscheidung im Landtag zur Sprache zu bringen, zumal die Entscheidung für den Standort Stuttgart auch mit der hohen Anzahl der sog. Sekundäreinsätzen begründet wurde: „Dieses Argument müsste nicht weniger auch für einen Standort in der Mannheim gelten, dessen Tag-Hubschrauber landesweit auch in der Spitzengruppe für Sekundärtransporte liegt.“


Gutachten Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg als PDF