SPD-Abgeordneter Weirauch beim Polizeiposten Feudenheim: Austausch mit der neuen Käfertaler Revierleiterin Anja Köhler

Veröffentlicht am 12.12.2019 in Kommunalpolitik

Im Rahmen seiner Stadtteiltage in Feudenheim hat der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch den Polizeiposten Feudenheim besucht. Gemeinsam mit der Käfertaler Bezirksbeirätin und SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Melanie Seidenglanz traf sich Weirauch zu einem Austausch mit der neuen Leiterin des Polizeireviers Käfertal, Polizeirätin Anja Köhler, dem Leiter des Polizeipostens Feudenheim, Hauptkommissar Roland Werner, und weiteren Beamtinnen und Beamten des Feudenheimer Polizeipostens.

Anja Köhler hat die Leitung des Reviers Käfertal, das für die Sicherheit der Stadtteile Käfertal, Feudenheim, Wallstadt, Vogelstang und Straßenheim zuständig ist, im Oktober 2019 übernommen. Bei dem Kennenlerngespräch machte Köhler deutlich, dass einer der Schwerpunkte des Polizeipräsidiums Mannheim, die Stärkung der Sicherheit im öffentlichen Raum, auch in den östlichen Stadtteilen verfolgt wird.

Nach Auskunft Köhlers gibt es in Feudenheim verhältnismäßig wenige Strafdelikte insgesamt, gerade auch im öffentlichen Bereich. Der besondere Fokus könne hier z.B. auf Herausforderungen wie etwa die Gewährleistung eines sicheren Schulwegs für Kinder oder der Erhöhung der Verkehrssicherheit im Allgemeinen gerichtet werden. Auch für Käfertal ließ sich Bezirksbeirätin Seidenglanz eine allgemein gute Sicherheitslage berichten.

Auf Nachfrage von Weirauch zur Personalsituation auf Ebene des Reviers erläuterte Polizeirätin Köhler, im Vergleich könne man die insgesamt angespannte Situation noch bewältigen. Krankheitsbedingte Ausfälle oder sonstige Abwesenheiten seien jedoch schwer zu kompensieren.

„Es ist leider in vielen Dienststellen Land auf Land ab festzustellen, dass die ohnehin eng bemessenen Personalstellen nicht voll besetzt sind. Auf dem Papier passt es gerade noch halbwegs, in der Praxis wird es aber eng und führt zu einer hohen Belastung der diensthabenden Beamten“, fordert Weirauch energischeres Handeln der Landesregierung, um das Problem zumindest mittelfristig in den Griff zu bekommen.

„Polizisten gibt es nicht auf dem freien Arbeitsmarkt, man muss sie erst ausbilden. Da rächen sich Fehlsteuerungen noch über Jahre hinaus, seit der vorangegangenen Legislaturperiode wurde zwar umgesteuert, aber immer noch nicht ausreichend. Außerdem muss die harte Arbeit sich auch im Geldbeutel bemerkbar machen“, so Weirauch.

Deshalb bedauert es Weirauch sehr, dass Grüne und CDU den Antrag der SPD im Finanzausschuss des Landtags auf Erhöhung der Zulage für den sog. lageorientierten Dienst am Wochenende oder an Feiertagen abgelehnt hat. „Statt die Arbeit der Polizeibeamtinnen und –beamten in diesen schwierigen Zeiten über die Erhöhung der Zulage wertzuschätzen, investiert die Landesregierung lieber in ein zusätzliches Polizeipräsidium in Pforzheim“, kritisiert Weirauch.

Thematisiert wurde auch das Angebot der Mannheimer Polizei, mit Präventionsveranstaltungen in die Stadtteile zu gehen. Hier will Köhler die Feudenheimer und Feudenheimerinnen ermutigen, vorhandene Angebote gerne stärker abzufragen. Bei diesen Präventionsveranstaltungen können Bürgerinnen und Bürger aus erster Hand erfahren, wie sie sich im Alltag zum Beispiel gegen Betrug oder gegen Wohnungseinbrüche besser schützen können.

Es werden explizite Vorträge für Senioren zu „hinterhältigen Betrugsmaschen“ angeboten. Informationen zu den Themen Gewalt, Medien und Drogen können von allen Altersgruppen angefragt werden. Diese Angebote stehen Vereinen, Interessengruppen und auch Jugendgruppen oder, im Fall von Gewalt- und Mobbingprävention, Drogenaufklärung und Medienkompetenz, auch Schulklassen offen. Interessierte können sich an den Sachbearbeiter Vorbeugung vom Polizeirevier Mannheim-Käfertal, Polizeikommissar Alfred Kopke, wenden.