Riedbahn: Grenze der Belastbarkeit ist erreicht – nicht noch mehr Güterzüge über die Hintertür

Veröffentlicht am 28.09.2017 in Kommunalpolitik

Typischer Güterzug (Bild: kaffeeeinstein/Wikipedia/CCBYSA)

Der Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, Dr. Boris Weirauch, fordert die Bahn bei den Planungen zum Ausbau der östlichen Riedbahn zu mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung auf.

In einem Brief an den Konzernbevollmächtigten der Bahn in Baden-Württemberg setzte sich der Mannheimer Abgeordnete für eine klare Aussage der Bahn zum Güterverkehr über die Zeit von 2025 hinweg ein. „Das Planfeststellungsverfahren veröffentlicht keine verlässliche Verkehrsplanung über 2025 hinaus, weshalb die Sorge der Menschen vor noch mehr Güterverkehr mitten durch die Stadt berechtigt ist“, so Weirauch: „Hier muss die Bahn Klarheit schaffen.“

Die gestrige Forderung der Stadt, die Pläne für den Ausbau auf Eis zulegen, bis geprüft sei, auf welchen Routen Züge in den nächsten Jahrzehnten durch Mannheim rollen, unterstützt der Abgeordnete. „Ohne klare Perspektive über die Zukunft des Güterverkehrs in Mannheim macht es deshalb auch keinen Sinn ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen“, hebt der Verkehrspolitiker hervor.

Weirauch hält es jedoch nach wie vor für wichtig, am Ausbau der Riedbahn für den Nahverkehr festzuhalten. „Die Menschen an der östlichen Riedbahn brauchen einen S-Bahn Anschluss an den ÖPNV“, betont der Stadtrat. „Ausbau ja, aber eben nicht um jeden Preis“, bringt Weirauch seine Sorge zum Ausdruck, dass durch den Ausbau über die Hintertür noch mehr Güterzüge mitten durch die Stadt fahren würden. Dies dürfe nicht sein, weshalb er die Bahn aufgefordert habe, die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und eine für alle tragbare Lösung zu finden.