Ehrenamt: Weirauch ruft Mannheimer Heimatvereine auf, sich um den Landespreis für Heimatforschung zu bewerben

Veröffentlicht am 12.03.2020 in Kommunalpolitik

Der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch ruft Mannheimer Vereine für Heimat- und Ortsgeschichte dazu auf, sich mit ihren Projekten um den Landespreis für Heimatforschung zu bewerben. „Bei meinem Besuch im Seckenheimer Heimatmuseum und in vielen Gesprächen mit dem Feudenheimer Verein für Ortsgeschichte ist mir erneut bewusst geworden, wie vielfältig die Arbeit in Heimatvereinen ist, und wie viel Herzblut dort investiert wird“, so Weirauch.

Es sei deshalb richtig, so Weirauch, dass mit dem Landespreis für Heimatforschung das Engagement von ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern anerkannt werde. Das Preisgeld beträgt insgesamt 17.500 Euro und besteht aus einem Hauptpreis zu 5.000 Euro, zwei 2. Preisen zu je 2.500 Euro, einem Jugendförderpreis zu 2.500 Euro, einem Schülerpreis zu 2.500 Euro und einem Preis „Heimatforschung digital“ zu 2.500 Euro.

Weirauch hatte sich zuvor mit einem Ministerbrief an die zuständige Kulturministerin Theresia Bauer gewandt, um für eine bessere finanzielle Unterstützung der Heimatvereine zu werben. „Ich bin der Meinung, dass man dieses Engagement in einer immer stärker fragmentierten und individualisierten Gesellschaft nicht hoch genug schätzen kann und die Vereine eine überaus wichtige Rolle bei der Identifikation mit dem Gemeinwesen spielen, insbesondere dann, wenn sie lokal besonders verwurzelt sind. „Umso mehr hat mich die Antwort der Kulturministerin erstaunt, wonach die Förderung der Heimatgeschichte vor allem durch die Kommunen erfolgt. Ich würde mir hier mehr Engagement des Landes wünschen. Aber immerhin: Den Landespreis für Heimatforschung gibt es ja weiterhin.“

Hintergrundinformationen:

Mit dem Landespreis für Heimatforschung werden seit 1982 die von Bürgerinnen und Bürgern – nicht selten unter großem Aufwand an Freizeit und Geld – erbrachten beispielhaften Leistungen öffentlich gewürdigt. Der Preis wurde 1981 auf Initiative der Volks- und Raiffeisenbanken ins Leben gerufen. Seit dem Jahr 2000 wird der Preis vom Land Baden-Württemberg und dem Landesausschuss für Heimatpflege Baden-Württemberg jährlich gestiftet.

Teilnahmebedingungen gemäß Statut:

Geehrt werden können herausragende Arbeiten aus allen Gebieten der südwestdeutschen Heimatforschung sowie Arbeiten, die sich mit entsprechenden Themen aus Gebieten außerhalb der Bundesrepublik befassen, die historisch von Deutschen besiedelt wurden, und Arbeiten, die sich besonders mit dem gemeinsamen kulturellen Erbe Europas befassen. Die Arbeiten müssen auf eigener Forschung und Sammlung beruhen. Sie dürfen nicht aus hauptberuflicher Tätigkeit hervorgegangen sein. Im engeren Sinne literarische Werke gelten nicht als Arbeiten der Heimatforschung. Neben herausragenden Arbeiten, die publiziert oder zur Publikation geeignet sind, können auch Umsetzungen von wissenschaftlichen Erarbeitungen in die Praxis ausgezeichnet werden, wenn die Jury dies einstimmig beschließt. Der Landespreis kann einer Person oder einer Gruppe nur einmal zuerkannt werden. Wer den Jugendförderpreis oder den Schülerpreis erhalten hat, kann sich nach dem 30. Lebensjahr erneut bewerben.

Die Bewerbungsunterlagen sind zu senden an:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Referat 55
Königstraße 46
70173 Stuttgart

Rückfragen bitte an:
Telefon: 0711-279-3144
E-Mail: heimatpflege@mwk.bwl.de