Baumfällungen am Rheindamm: SPD-Abgeordneter Weirauch schreibt an Umweltstaatssekretär Baumann

Veröffentlicht am 03.07.2019 in Landespolitik

Der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Dr. Boris Weirauch fordert in einem Schreiben an den grünen Umweltstaatssekretär und ehemaligen NABU-Landesvorsitzenden Dr. Andre Baumann, dass die Landesregierung beim Thema Baumfällungen am Rheindamm auf die Bürgerinteressengemeinschaft Lindenhof (BIG) zugeht und das von der Initiative in Auftrag gegebene Alternativgutachten mit dem Schwerpunkt Baumstatik bei der weiteren Planung im Rahmen des Planfeststellungsantrages berücksichtigt.

„Wenn zusätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die dazu führen könnten, Baumfällungen weitestgehend zu vermeiden, sollten diese auch in eine Planung mit so großer Tragweite einbezogen werden“, begründet Weirauch sein Drängen auf die Berücksichtigung des zusätzlichen Gutachten zur Baumstatik. Die Lindenhöfer SPD-Stadträtin Prof. Dr. Heidrun Kämper pflichtet dem bei: „Die Erkenntnisse des Gutachtens sollten auf jeden Fall in den Entscheidungsprozess einfließen, und zwar bevor das Regierungspräsidium den Planfeststellungsantrag bei der Planfestellungsbehörde, hier die Stadt Mannheim, einreicht.“

Weirauch und Kämper zeigen sich in diesem Kontext auch irritiert über gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen CDU und Grünen in Mannheim. Grüne und CDU stünden gleichermaßen in der Pflicht, alles zu versuchen, Baumfällungen zu vermeiden, sofern sie zum Hochwasserschutz nicht unerlässlich sind.

„Es bringt uns nicht weiter, wenn die CDU auf das Grün-geführte Umweltministerium zeigt und die Grünen im Gegenzug die neue CDU-Regierungspräsidentin in Haftung nehmen. Parteifarbe hin oder her, wir sollten alle an einem Strang ziehen, dass keine Bäume gefällt werden, wenn es der Hochwasserschutz nicht zwingend erfordert“, so Weirauch.