Mein Wahlkreis: Mannheim II

Der Stadtkreis Mannheim ist in zwei Wahlbezirke aufgeteilt. Ich bin Abgeordneter für den Wahlkreis Mannheim II (WK 36). Dieser Wahlkreis umfasst die Mannheimer Stadtbezirke Innenstadt/Jungbusch, Schwetzingerstadt/Oststadt, Neuostheim/Neuhermsheim, Lindenhof, Neckarau, Seckenheim, Rheinau, Friedrichsfeld und Feudenheim.

Feudenheim

(ca. 15.000 Einwohner)

Feudenheim wurde vor über 100 Jahren von der Stadt Mannheim eingemeindet und gilt zu Recht als einer der schönsten Stadtteile Mannheims. Unter Bezugnahme auf die Erwähnung im Lorscher Codex feierte Feudenheim im Jahr 2016 seinen 1250. Geburtstag. Meine Familie und ich haben uns für Feudenheim als Wohnort entschieden, da er ein besonders kinder- und familienfreundlicher Stadtteil ist. Außerdem ist die Nähe zum Neckar und die gute Einzelhandelssituation insbesondere auf der Feudenheimer Hauptstraße entscheidend für die Beliebtheit des Stadtteils bei den Feudenheimerinnen und Feudenheimern. Gute Erinnerungen an Feudenheim habe ich zudem aus meiner Jugend, in der ich als Fußballer von der C-Jugend bis zur A-Jugend für den ASV Feudenheim auf Torejagd gewesen bin.

Friedrichsfeld

(ca. 5.500 Einwohner)

Von Hugenotten im 17. Jahrhundert gegründet und 1930 von der Stadt Mannheim eingemeindet, liegt Friedrichsfeld im äußersten Mannheimer Süden und ist mit seinem ländlichem Charakter eine Besonderheit in meinem Wahlkreis. Ich unterstütze die Friedrichsfelderinnen und Friedrichsfelder gerne dabei, diesen liebenswerten Charakter zu erhalten und durch eine konsequente Umsetzung des Zentrenkonzepts und der weiteren Aufwertung des Ortskerns weiter zu fördern.

Innenstadt / Jungbusch

(30.000 Einwohner)

Der Stadtbezirk Innenstadt/Jungbusch ist das Herz Mannheims. Die Innenstadt – unterteilt in 144 Quadrate – ist nicht nur einer der bedeutendsten Einkaufstandsorte der Metropolregion, sondern auch pulsierender Lebensmittelpunkt von 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern aus insgesamt 150 Nationen. In der Innenstadt befinden sich auch Sehenswürdigkeiten und kulturelle Institutionen, auf die die Mannheimer Bevölkerung zu Recht stolz ist, etwa das einzigartige Barockschloss, die Jesuitenkirche oder das Reiss-Engelhorn-Museum. Auch der Neubau der Abendakademie am Neckartor hat sich zu einem Begegnungszentrum für die gesamte Stadtbevölkerung entwickelt. Der Jungbusch als ehemaliges Arbeiterviertel am Hafen hat sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Ausgehviertel und mit dem C-HUB und der Popakademie zum Zentrum der Mannheimer Kreativwirtschaft entwickelt.

Lindenhof

(ca. 13.000 Einwohner)

Der Lindenhof ist ein ausgesprochen beliebter Stadtteil bei allen Generationen und zeichnet sich zur Nähe zum Rhein und zur Innenstadt aus. Insbesondere die Rheinterrassen sind mir persönlich aus meiner Studienzeit als Naherholungsziel in der Nähe der Universität bestens in Erinnerung. Untrennbar mit der Geschichte des Lindenhof verbunden ist die Entwicklung der Landmaschinenfabrik von Heinrich Lanz (heute John Deere) zur größten Traktorfabrik Europas. An die Geschichte der Familie Lanz und deren industriellen Errungenschaften erinnert die mit bürgerschaftlichen Engagement wieder aufgebaute und als Begegnungszentrum betrieben Lanz-Kapelle. Neue Impulse bekommt der Stadtteil Lindenhof durch die Entwicklung des „Glücksteinquartiers“ und mit der damit einhergehenden Arrondierung des südlichen Bahnhofsareals.

Neckarau / Almenhof

(ca. 30.000 Einwohner)

Im Jahr 871 n. Chr. zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Neckarau im Jahr 1899 durch die Stadt Mannheim eingemeindet. Neckarau zeichnete sich im 20. Jahrhundert durch seine hohe Industrie- und Gewerbedichte aus. Neben der Nähe zum Rhein mit dem Strandbad und dem August-Bebel- bzw. Waldpark als Naherholungsziele ist für Neckarau insbesondere auch die hohe Dichte von Vereinen bzw. Initiativen und die gute Einzelhandelssituation prägend.

Auch das Neckarauer Rathaus gilt zu Recht als eines der schönsten unserer Stadt. In den vergangenen Jahren ist der Stadtbezirk Neckarau mit den Stadtteilen Neckarau, Almenhof und Niederfeld immer mehr zum Anziehungspunkt junger Familien geworden, wodurch insbesondere die Versorgung mit den bedarfsgerechten Krippen- und Kindergartenplätzen in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen rücken. Zudem unterstütze ich die Neckarauer und Neckarauerinnen gerne dabei, die Verkehrsbelastung in den Quartieren weiter zu verringern, etwa durch die weitergehende Ausweisung von Fahrradstraßen und die Prüfung weiterer Zone-30-Regelungen.

Neuostheim / Neuhermsheim

(ca. 8.500 Einwohner)

Der Stadtteil Neuostheim ist durch seine außergewöhnliche Lage zwischen Luisenpark und Neckar ein Stadtteil mit Wohlfühlfaktor, der nicht nur Einheimische anzieht. Neuhermsheim ist nicht zuletzt durch das neue Wohngebiet und den gemütlichen alten Ortskern ein beliebter und sich ständig weiterentwickelnder Wohnort. Die neue und verbesserte Infrastruktur, etwa durch die Anbindung an den ÖPNV, machen das Leben hier noch attraktiver. Eine gute Mischung aus alteingesessenen und jungen Familien bewirkt eine langfristig stabile Entwicklung der Bevölkerungsstruktur.

Um diese hohe Lebensqualität zu erhalten, habe ich mich bereits als Stadtrat für eine Instandsetzung des Jugendtreffs und für weitergehende Lärmschutzmaßnahmen an der östlichen Riedbahn eingesetzt. Es geht darum zu verhindern, dass in Zukunft hunderte von Güterzügen auf der Riedbahn mitten durch Mannheim fahren. Für mich ist klar: Eine Untertunnelung muss geprüft werden. Was in Offenburg möglich ist, muss auch in Mannheim möglich sein.

Rheinau

(ca. 25.000 Einwohner)

Der Stadtbezirk Rheinau besteht im Wesentlichen aus den Stadtteilen Rheinau, Rheinau-Süd, Pfingstberg und Casterfeld. Der Stadtbezirk wurde früh durch die Entwicklung der chemischen Industrie und seinen eigenen Hafen geprägt. Heute ist Rheinau ein lebendiger Stadtteil mit vielen ehrenamtlichen Initiativen und Gruppierungen. Der kürzlich beschlossene Ausbau des Quartiermanagements sollte genutzt werden, die einzelnen Ortsteile stärker zu verbinden. Zudem bedarf es weiterer Anstrengungen zur Lärmentlastung der an den Ausfallstraße und Bahntrassen gelegenen Bereiche.

Seckenheim / Hochstätt

(ca. 13.200 Einwohner)

Wie Feudenheim feierte auch Seckenheim im Jahre 2016 seinen 1250. Geburtstag. Bis zur Eingemeindung im Jahre 1930 war Seckenheim insbesondere durch den Anbau von Tabak eines der reichsten Bauerndörfer in Baden. Schön am Neckar gelegen und mit einer guten Einkaufssituation auf den frisch renovierten Seckenheimer Planken sind die Seckenheimer zur Recht stolz auf ihren lebenswerten Stadtteil.

Die Vielzahl von Vereinen zeugen von einer starken Identifikation der Menschen untereinander, wovon ich mich auch insbesondere in den Jahren 2013 und 2014 als Vorsitzender des Seckenheimer Bezirksbeirats überzeugen konnte. Der Stadtteil Hochstätt, der ebenfalls zum Stadtbezirk Seckenheim gehört, ist einer der am ältesten besiedelten Gemarkungen in Mannheim und war lange ein traditionelles Arbeiterviertel, welches in den 1960iger Jahren insbesondere durch die Bautätigkeit der Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft rasch wuchs. Durch meine Besuche auf der Hochstätt im Rahmen meiner Sicherheitstouren durch die Mannheimer Stadtteile ist mir vor allem der Bewohnertreff und das Jugendhaus in Erinnerung geblieben, wo ehren- und hauptamtlich tätige Menschen sich um ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger kümmern.

Schwetzingerstadt / Oststadt

(ca. 22.000 Einwohner)

Die Schwetzingerstadt/Oststadt ist einer der vielfältigsten Stadtbezirke in meinem Wahlkreis. Ich selbst habe dort in meiner Studien- und Referendarszeit lange Jahre gelebt und dort fast acht Jahre die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im örtlichen Bezirksbeirat vertreten. Die Oststadt mit ihren herrschaftlichen Jugendstilvillen und die Nähe zum Neckar und zum Luisenpark ist insbesondere städtebaulich für ganz Mannheim ein Gewinn. In der Oststadt sind darüber mit der Kunsthalle, dem Nationaltheater und dem Landesmuseum für Technik hinaus bedeutende Einrichtungen der Kunst, Kultur und Wissenschaft beheimatet. In der Schwetzingerstadt mit ihren schönen, von vielen alten Bürgerhäusern gesäumten Straßen und Plätzen lässt es sich ebenfalls gut leben.

Insbesondere die Seckenheimerstraße mit ihren zahlreichen Geschäften und Cafés zählt zu den besten Einkaufsstraßen der Mannheimer Vororte. Nach jahrelangem Stillstand wird jetzt zudem das Postareal am Hauptbahnhof als Wohn- und Geschäftsstandort aufgewertet. Ich habe mich im Stadtrat erfolgreich dafür eingesetzt, dass endlich der sog. Durchstich auf die Reichskanzler-Müller-Straße erfolgt und die Entwicklung nicht auf Kosten der erfolgreichen Einzelhandelsstruktur in der Schwetzingerstadt erfolgt.


Text: Stadt Mannheim/Wikipedia/eigene Recherche

Headerbild: Stadtmarketing Mannheim GmbH