Dafür setze ich mich ein

Für eine strategische Industrie- und Strukturpolitik

Wir erleben in Wirtschaft und Gesellschaft einen tiefgreifenden Wandel. Wir befinden uns inmitten einer neuen „industriellen“ Revolution, einer digitalen Revolution. Der technologische Wandel schafft für die Wirtschaft und die Menschen in Baden-Württemberg neue ungeahnte Möglichkeiten der unternehmerischen und persönlichen Weiterentwicklung und Teilhabe an Wohlstand und Prosperität, stellt nicht zuletzt Baden-Württemberg aber gleichzeitig vor große Herausforderungen. (…)

Hochentwickelte Automatisierungs- und Assistenzsysteme werden die Arbeitswelt in den Fabrikhallen und an den Werkbänken weiter revolutionieren. Einerseits werden sich ihr Arbeitsumfeld und die Art zu Arbeiten ändern, anderseits geht mit der Anwendung neuer Technologien im Arbeitsalltag naturgemäß ein Kultur- und Bewusstseinswandel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einher. (…)

Aus Sicht der SPD-Landtagsfraktion darf sich politische Gestaltung hierbei nicht nur auf die Setzung von Rahmenbedingungen beschränken, es bedarf vielmehr eine initiierenden bzw. lenkenden Industrie- und Strukturpolitik, die die Belange von Wirtschaft und Beschäftigten, urbanen Zentren und ländlichen Räumen sowie Großindustrie und Mittelstand gleichermaßen berücksichtigt.

Lesen Sie hier das vollständige Papier der SPD-Landtagsfraktion zu einer modernen Industriepolitik.

Für die Zukunft der Arbeit

Die Arbeitswelt der Zukunft verändert sich durch die fortschreitende Digitalisierung und durch den damit einhergehenden technologischen Wandel. Dabei haben wir es mit einem Dreiklang zu tun, und zwar mit

  • einer Neustrukturierung von Arbeitsprozessen,
  • einer Flexibilisierung der Arbeitswelt und
  • einem Umwälzungsprozess insbesondere im Automobilsektor mit einer Hinwendung zu alternativen Antriebstechniken sowie selbstfahrenden und vernetzten Fahrzeugen.

Es ist von zentraler Bedeutung, die Arbeitnehmerinteressen im Blick zu behalten. Die Zukunft der Arbeit darf keine sein, in der die Rechte der Beschäftigten, Mitbestimmung, Gesundheitsschutz und die Trennung von Arbeit und Freizeit eine untergeordnete Rolle spielen. Im Gegenteil: die Potenziale, die durch eine Flexibilisierung der Arbeitswelt entstehen, müssen genutzt werden, um beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Die digitale Rendite muss auch Beschäftigten zugutekommen.

Die Landesregierung hat diese Aspekte nicht auf der Agenda, für uns stehen sie jedoch im Mittelpunkt unserer Überlegungen. Es ist unser Ziel, die Flexibilisierung um den Faktor Selbstbestimmung zu ergänzen. Zudem müssen wir uns der Herausforderung stellen, dass im Zuge der Digitalisierung der Wegfall von Arbeitsplätzen droht – in manchen Regionen des Landes sogar überdurchschnittlich. Es ist unser Anspruch, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im ganzen Land sicherzustellen.

Lesen Sie hier das vollständige Positionspapier der SPD-Landtagsfraktion zur Zukunft der Arbeit.

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