„Mannemer“ Weirauch unterstützt regionale Dialekte: Vielfalt unseres Landes soll sich in unserer Sprache ausdrücken

Veröffentlicht am 09.05.2019 in Landespolitik

Der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch gehört zu einer Gruppe Abgeordneter, die sich für die Stärkung von Dialekten in den Landesteilen Baden-Württembergs aussprechen. Ein überfraktioneller Antrag, der von zahlreichen Abgeordneten aus den Reihen der SPD, der Grünen, der CDU und FDP unterschrieben wurde, rückt Dialekte in Baden-Württemberg in den Mittelpunkt des Parlaments und fordert die Landesregierung auf, regionale Dialekte noch stärker als schützenswertes Kulturgut zu betrachten.

„Gerade Kinder und Jugendliche sprechen immer weniger Dialekt“, konstatiert Weirauch und verweist auf den Einfluss von Medien sowie die natürliche Folge einer immer mobileren Gesellschaft, in der Familien oft umziehen und nicht dauerhaft in derselben Region wohnen bleiben. „Dabei gehört auch die sprachliche Vielfalt zur Vielfalt unseres Landes und schafft das Gefühl von Heimat.“ Dabei sei es natürlich wichtig, dass Kinder und Jugendliche auch hochdeutsch können.

„Aber die Vorzeichen haben sich umgedreht“, erläutert Weirauch das Anliegen der Parlamentarier. „Früher hatte die Gesellschaft ein Interesse daran, dass mehr Menschen auch Hochdeutsch beherrschen. Mittlerweile müssen wir uns eher  Gedanken um den Erhalt unserer regionalen Dialekte machen.“

Studien hätten belegt, dass Kinder, die zweisprachig – also mit Standardsprache und Dialekt – aufwachsen, sogar sicherer in der Rechtschreibung sind. Weirauch betont außerdem, dass regionale Sprache identitätsstiftend sein kann.

„Sprachliche Vielfalt macht unser Land aus und muss uns erhalten bleiben. Die kurpfälzische Sprache gehört zu Mannheim, aber auch zu Baden-Württemberg“, positioniert sich Weirauch klar. Mit einem Blick auf die schwäbischen Kolleginnen und Kollegen in Stuttgart fügt er schmunzelnd hinzu: „Auch wenn man die Schwaben manchmal daran erinnern muss!“