Gesundheit: 24-Stunden-Notarzt für den Mannheimer Süden kommt

Veröffentlicht am 19.12.2017 in Landespolitik

Mannheim holt auf in der Notarzt-Versorgung | Bild: Zwiadowca21/Wikipedia/CCBYSA

Der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Dr. Boris Weirauch begrüßt die Entscheidung des Bereichsausschusses des Rettungsdienstbereichs Rhein-Neckar, zukünftig rund um die Uhr einen Notarzt im Mannheim Süden einzusetzen. „Dafür haben wir lange geworben, zukünftig werden die Menschen im Mannheimer Süden besser versorgt“, bedankt sich der Abgeordnete bei Rettungsdienstorganisationen und Krankenkassen für die Entscheidung zugunsten Mannheims.

Der Abgeordnete hatte durch mehrere Anfragen im Landtag aufgedeckt, dass insbesondere die nächtliche Notarztversorgung in Mannheim dringend verbessert werden muss. Innerhalb von 15 Minuten war 2016 demnach ein Notarzt in 96,7 Prozent der Fälle beim Patienten vor Ort: „Ein guter Wert, aber bei Einsätzen innerhalb der viel wichtigeren 10-Minuten-Frist stagnieren die Ergebnisse in der Nacht.“

Der SPD-Politiker verweist darauf, dass der Notarzt in Mannheim nachts nur in 60,9 Prozent der Fälle innerhalb der 10-Minuten-Frist eintrifft, dagegen in Heidelberg in 84,6 Prozent der Fälle. „Diese Ungleichbehandlung konnte nicht hingenommen werden“, begrüßt Weirauch seine mehrfachen Vorstöße für eine bessere Notarztversorgung. „Beharrlichkeit zahlt sich aus. Ich bin froh, dass nun auch Konsequenzen aus den vorliegenden Zahlen gezogen wurden“, zeigt sich Weirauch zufrieden.

Am Notarztstandort Mannheim wird die Betriebszeit auf eine 24-Stunden-Vorhaltung an 365 Tagen im Jahr erweitert. Damit verbunden ist die vollständige Verlagerung des Notarztstandortes Universitätsmedizin Mannheim auf die ASB-Rettungswache (Auf dem Sand 78, 68309 Mannheim) mit Erweiterung um 3.285 Betriebsstunden pro Jahr.